09 Mai

Am Dienstag, den 03.05.2016, lud das „forum generale on tour“ Team zu einem Besuch der Mannheimer Synagoge ein. Das jüdische Gemeindezentrum ist seit 1987 in F3, 4 und umfasst neben der Synagoge auch große Säle für zahlreiche Veranstaltungen.

Die Mannheimer Synagoge hat keinen eigenen Rabbiner, sondern einen Vorbeter, der jedoch ebenfalls darin ausgebildet ist, aus der Thora zu lesen. Der Gottesdienst findet traditionell am Shabbath statt, dieser beginnt Freitagabend sobald die Sonne untergeht (in Mannheim hat man sich für eine einheitliche Zeit von 18.30 Uhr entschieden). Der zweite Gottesdienst findet dann Samstagmorgen um 9.30 Uhr statt, hier wird aus der Thora vorgelesen. Sie ist das wichtigste Stück in einer Synagoge, denn erst durch die Thora wird ein Gebetsort zur Synagoge. Eine Thora ist sehr teuer, da sie von einem speziell dafür ausgebildeten Schreiber von Hand geschrieben wird.

Vor dem Betreten der Synagoge müssen alle Männer eine Kopfbedeckung tragen als Zeichen der Demut vor Gott. Die Gemeinde ist mit 500 Mitgliedern relativ klein und relativ traditionell, deshalb sind die Plätze der Männer und Frauen getrennt. Ähnlich wie bei einer Moschee gibt es mittlerweile auch liberale Gemeinden, bei denen Frauen und Männer gemeinsam beten.

Die Studierenden und Mitarbeitenden der DHBW waren sehr interessiert und haben sehr viele Fragen zum Alltagsleben einer jüdischen Familie gefragt, der jüdischen Tradition an Feiertagen und den Feiertagen.