03 Mai

Am Mittwoch, den 26. April, stelle die Sonderkommission der Kriminalpolizei im Rahmen der „forum-generale“ Veranstaltungsreihe ihre Arbeit vor und sprach über das Thema „Recht auf Leben“.

Die Begrüßung der Vortragenden und der Veranstaltungsgäste übernahm Prof. Dr. Georg Nagler, der über die rechtlichen Grundlagen des „Rechts auf Leben“ sprach. Dieses gestaltet sich häufig weniger eindeutig als es scheint: Wann darf der Staat beispielsweise in das Recht auf Leben eingreifen? Wann greift dieses Recht – schon als Ungeborenes oder erst nach der Geburt?

Nach der Einführung in das Thema erklärte der Kriminaldirektor Hans-Peter Senk die allgemeine Struktur der Kriminalpolizei und stellte die unterschiedlichen Abteilungen vor. Im Zentrum des Vortrages stand zudem die Frage nach Todesermittlungsverfahren. Dieses wird eingeleitet, wenn eine natürliche Todesursache von einem Not- oder Facharzt in Zweifel gezogen wird oder diese nach dem feststellen des Todes ungeklärt bleibt.

Der Leiter der Sonderkommission, Herr Klingel, sprach im Anschluss anhand eines konkreten Falles über die Arbeit der Sonderkommission. Der vorgestellte Case umfasste einen Raubüberfall mit Körperverletzung und es wurden die unterschiedlichen Ermittlungsschritte bis zur Täterfindung erläutert. Hierunter fallen neben der klassischen Spurensicherung und Zeugenbefragung auch die Sicherstellung von DNA-Spuren und Fußabdrücken. Um alle Spuren und Informationen zusammenzustellen arbeitete die Sonderkommission mit über 50 Mitarbeitern rund um die Uhr. Der Täter konnte schließlich durch eine Internationale Fahndung und einen DNA-Abgleich identifiziert werden.

Die Doppelveranstaltung „Recht auf Leben“ ermöglichte den Studierenden und Mitarbeitern der DHBW Mannheim sowie den Mitgliedern des Freundeskreises spannende Einblicke hinter die Kulissen der Sonderkommission der Kriminalpolizei. Alle Teilnehmer des Vortrages haben zudem die Möglichkeit, an einer Obduktion in der Heidelberger Rechtsmedizin teilzunehmen.