14 Jul

Dieses Semester standen die „forum generale“ – Veranstaltungen ganz im Zeichen der kulturellen Vielfalt, die die Stadt Mannheim zu bieten hat. Abgerundet wurde dies von der Stadtführung am 01.Juni 2016 unter dem Motto „Mannheim und die ganze Welt“.

Als Fischerdorf gegründet von Franken, als Stadt Mannheim dann geplant von Italiener und Niederländer wurde sie europaweit ein Zuhause für alle, die in ihrer Heimat auf Grund von Religion verfolgt wurden.

Heutzutage hat Mannheim einen Migrantenanteil von ca. 20%. Geht man vom Marktplatz Richtung Jungbusch, wird schnell klar, dass die muslimische Gemeinde die größte Minderheit in Mannheim darstellt. Die Moschee am Luisenring ist ein Zentrum des gelebten Glaubens und des Dialoges mit anderen Religionen in Mannheim. Der Besuch dieses Semester hat die Teilnehmenden noch nachhaltig inspiriert. Eine weitere Minderheit ist polnischer Abstammung, Mannheim besitzt deshalb auch eine rein polnische Kirche. Die verschiedenste Gotteshäuser sind hier beheimatet, die alle einen Besuch wert sind. Wie die Moschee war auch die Synagoge dieses Semester Teil einer „forum generale on tour“ – Veranstaltung.

Der Jungbusch ist das multikulturelle Herz der Stadt, das Kneipenviertel und Verbindung zum Mannheimer Hafen. Biegt man an der Onkel Otto Bar in die Seitenstraße ein, findet man dort auch noch ein Sackträgerdenkmal, dass an den Hafen als wichtigen Arbeitsplatz erinnert. Die Geschichte Mannheims und vor allem der wirtschaftliche Aufschwung ist eng verknüpft mit einem Zustrom von Menschen, die hier Arbeit und eine neue Heimat gefunden haben, unabhängig ihrer Herkunft oder ihren Glaubens. Diese Vielfältigkeit zeichnet nicht nur das Mannheimer Stadtbild sondern auch Mannheim als eine Stadt gelebter Willkommenskultur aus.